19.12.2014

Faszination Bethlehem Krippenspiele sind Mittelpunkte des Weihnachtsabends


Meschede. Heiligabend kann man  am eigenen Leib spüren, wie das ist, mitten in der Nacht Vater oder Mutter zu werden, den Säugling zu stillen, zu wickeln und zu wiegen und Besuch zu bekommen von Hirten und Königen. Das weihnachtliche Rollenspiel fasziniert Kinder und Erwachsene. In den Adventswochen üben sie Krippenspiele ein, die am Heiligabend vielen Menschen in den Kirchen zu Herzen gehen.

Mit Spaß und Engagement sind alle bei der Sache, lernen teils lange Texte auswendig. „Wo muss ich stehen?“ „Von welcher Seite soll ich auftreten?“  und ganz wichtig für Engel, Hirten und Schäfchen: „Wie sieht mein Kostüm aus?“ Fragen, die geklärt werden wollen vor Aufführung eines kleinen Theaterstückes.

Vier Krippenspiele gibt es diesmal in Meschede:
Pfarrer Hans-Jürgen Bäumer hat ein Stück für die Christuskirche geschrieben: Römische Soldaten werden abkommandiert, die Volkszählung in Bethlehem zu beaufsichtigen. Der leicht orientierungslose Kommandant führt sie auf Irrwegen dahin. Dort zieht das neugeborene Kind sie in seinen Bann. 17 Kinder und Jugendliche im Alter von 5-14 Jahren spielen hier teils schon seit vielen Jahren mit. Jüngere Mitspieler werden von den älteren unterstützt und integriert.
In der Johanneskirche führen 16 Kinder zwischen drei und neun Jahren die traditionelle Weihnachtsgeschichte auf. Die Schauspieler sind sehr jung. Deshalb tummeln sich viele Engel, Hirten und Schäfchen im Altarraum. Pfarrer Dietmar Schorstein ist zum zweiten Mal dabei und freut sich, dass so viele Kinder mitwirken.
Pfarrerin Karin Neumann-Arnoldi und Gemeindereferentin Roswitha Gadermann bereiten Im Gemeinsamen Kirchenzentrum Weihnachten ökumenisch vor. Sieben Kinder und einige Erwachsenen stellen die Weihnachtsgeschichte als Schattenspiel dar. Zeitgenössische Figuren wie Flüchtlinge, Aussteiger, Alkoholiker oder Eltern aktualisieren vor der Leinwand die alte Geschichte.
In Freienohl stellt Pfarrerin Karin Neumann-Arnoldi die Weihnachtsgeschichte mit Jugendlichen dar. Nach einem Tempelbesuch bittet der 12-jährige Jesus seine Mutter Maria ihm von seiner Geburt zu erzählen.

Die Spannung und das Lampenfieber der kleinen und großen Schauspieler steigt von Probe zu Probe. Farbenprächtige Kostüme erleichtern die Einfühlung, wachsende Textsicherheit führt zum mutigeren Spielen.  Strahlen werden dann alle, wenn es heißt: „Uns ist ein Kind geboren! Es bringt Gottes Liebe in die Welt.“

Text und Bilder: Iris Ackermann


v.r.n.l.: Soldaten, Hirten, heilige Familie, Könige, ein Agent, Herodes und der Engel des Herrn – Vertraute und neue Rollen im Krippenspiel in der Mescheder Christuskirche.

Freienohler Jugendliche lassen den jugendlichen Jesus nach seiner Geburt fragen.

 
 
 
 
Faszination Bethlehem Krippenspiele sind Mittelpunkte des Weihnachtsabends
 

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