19.08.2013

Keiner ist zu groß oder zu klein


Beim Nachwuchskonzert präsentiert der musikalische Nachwuchs sein Können

Im Altarraum der Martin-Luther-Kirche Warstein stehen 14 Jungbläser mit ihren Trompeten, Posaunen und Hörnern. Der Jüngste 7 Jahre alt, der älteste um die 50. Alle zusammen gehören zum musikalischen Nachwuchs des Kirchenkreises Arnsberg und stellen ihr Können unter Beweis.

Stille. Beate Ullrich hebt ihre Arme. Sie ist die stellvertretende Chorleiterin in Hüsten und übernimmt auch die Ausbildung der neuen Blechbläser. Dabei hat sie selbst erst im Erwachsenenalter zu spielen begonnen. Der Posaunenchor besteht eigentlich aus zwei Chören: den Jungbläsern der Posaunenchöre Warstein und Hüsten. Zusammen haben sie vor dem Konzert nur ein einziges Mal geprobt, aber präsentieren sich trotzdem als eingespieltes Team. Auf dem Programm stehen ganz unterschiedliche Stücke von Giovanni Gastoldi, Eric Mankel, bis zu dem von Dieter Trautwein und Berthold Althoff geschriebenen Satz des Kirchenliedes „Komm, Herr, segne uns“. Souverän trägt der Chor seine klangvollen Stücke vor und begeistert mit ihnen das Publikum in der gut gefüllten Martin-Luther-Kirche.

Auf der „Königin der Instrumente“ musiziert die 16jährige Ana Knapstein aus Sundern. Sie ist die aktuelle Stipendiatin der Stiftung Kirchenmusik im Sauerland. Bei ihrem ersten Konzert an der Orgel stellt sie ihr Können mit dem Präludium und der Fuge in C-Dur von Johann Sebastian Bach unter Beweis. Dass sich das königliche Instrument auch für Swing-Musik gut eignet, zeigt Nadja Homann mit dem Stück „Swing in? Swing out? But Swing!“. Die 18jährige Abiturientin spielt in Meschede regelmäßig im Gottesdienst.

Es folgt der Auftritt der Flötengruppe aus Rüthen. Sie besteht aus 5 Mädchen, eine davon ist die 18jährige Sandra Berghoff. Sie leitet die Gruppe. „Unsere Proben finden immer nach Lust und Laune bei mir im Wohnzimmer statt.“, erzählt sie dem Publikum schmunzelnd vor dem Auftritt. Zum Besten geben die Mädchen unter Anderem die Stücke „Amazing Grace“ und „The Piper O’ Dundee“.
Den Abschluss bildet der Chor der Lioba-Grundschule Warstein mit fetzigen Liedern. Einige Stücke trägt er im Gospel-Stil vor mit mutigen Jungs und Mädchen als Solisten, dem restlichen Chor und dem Publikum als „Nachsängern“. Leiter Volkert Bahrenberg fordert die Zuhörer zum Mitsingen auf: „Singen Sie wie sie wollen, aber singen Sie!“ Besonders bei „Rock my soul“ ist Engagement gefragt, Mitmachen und Mitklatschen ist ausdrücklich erwünscht und das Publikum macht begeistert mit.

Den Applaus der 80 Besucher am Ende des Konzerts haben sich die insgesamt 37 Mitwirkenden verdient. „Das Konzert war sehr kurzweilig und es hat Spaß gemacht, zuzuhören“, freut sich eine Besucherin. Der Freundes- und Förderkreis der evangelischen Kirchenmusik im Kirchenkreis Arnsberg, der zusammen mit der Evangelischen Kirchengemeinde Warstein das Konzert veranstaltet hat, ist stolz auf den musikalischen Nachwuchs. Alle 2 Jahre veranstaltet er ein Nachwuchskonzert, jeweils an verschiedenen Orten im Kirchenkreis Arnsberg.

Der Verein wurde 1997 auf Initiative von Gerd Weimar gestartet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Nachwuchs in der Kirchenmusik ein Forum zu bieten. Ob an der Flöte, Posaune, Orgel, dem Klavier oder im Chor, jeder soll das, was er gelernt hat, präsentieren können. Gerd Weimar ist auch die Kooperation zwischen dem Freundes- und Förderkreis und den Gemeinden wichtig: „Die Nachwuchskonzerte sind eine Kirchenkreis übergreifende Initiative, sie sucht die Zusammenarbeit mit den Gemeinden.“ Die Zusammenarbeit funktioniert gut und deshalb können sich Veranstalter, Besucher und Mitwirkende immer wieder über gelungene Konzerte mit einem bunten Programm freuen.

 

Bilder: Ute Homann, Text:  Nadja Homann


 
 
 
 
Keiner ist zu groß oder zu klein
 

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